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Ereignisse von 1944 /1945

Teil 2 ab 03.05.1945
 zum Teil 1

Stralsund hat für Parow wirtschaftlich und geschichtlich immer eine große Bedeutung gehabt und hat. Dies ist eine Aufzählung von Ereignissen von und um die Hansestadt Stralsund.

Diese Ereignisse werden ständig erweitert ohne das sie mal vollständig sein werden!
Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen, alle Ereignisse können nicht mehr Nachgeprüft werden und deshalb können sich Unstimmigkeiten eingeschlichen haben. 
Der Autor sucht Fotos, Dokumente und Berichte (auch Kopien) aus den Jahren 1944 und 1945 aus Parow, Stralsund und Umgebung zur Gestaltung der Webseiten, Originale werden zurück geschickt und Unkosten erstattet.

Weitere Informationen im Buch, siehe links, bitte Bild an klicken.

03.05.1945 Das Finanzamt Stralsund nahm seine Tätigkeit wieder auf.
Im Mai 1945 kamen keine Steuergelder ein.
04.05.1945 Es gab bereits eine Pontonbrücke neben der Rügendammbrücke.
Der Inselkommandant von Rügen erhielt den Befehl die Insel nicht zu verteidigen und möglichst viele Menschen nach Dänemark abzutransportieren. Das Absetzen erfolgte über den Hafen Saßnitz.
sowjetische Truppen waren schon bis Samtes vorgedrungen.
Neuer Kommandant in Stralsund: Oberst Iwanoff.
05.05.1945 Großfeuer im Hafen auf dem Lagerplatz der Kohlenhandlung Meier. Die Feuerlöschpolizei war aber durch die Rote Armee festgenommen wurden, so das die Luftschutzpolizei den Brand löschen sollte. Auch war bei den Spritzen Reifen und Motoren durch die sowjetische Truppen ausgebaut worden. Der Speicher Beug, in dem Benzin und Rohöl lagerte, hatte Feuer gefangen. Nur mit Waffengewalt konnte Major Rumjanzew mit dem Bürgermeister Kortüm erreichen, dass die Fässer herausgerollt wurden. Danach wurden die Feuerwehrleute aus der Gewahrsam, auf Veranlassung des Bürgermeisters Kortüm, entlassen.
Ein stärkerer Zustrom von polnischen Zwangsarbeiter von den Gütern der Kreise Franzburg-Barth und Grimmen. Sie bildeten Trecks mit deutschen Gespannen, um in ihrer Heimat zugelangen. Geschäfte und Wohnhäuser wurden ausgeraubt.
05.05.1945 19:30 Uhr 300 Leute sollten zur Instandsetzung der Rügendammbrücke auf Befehl Oberst Iwanoff angetreten sein. Dies war auf Grund der späten Befehlszustellung und das die Leute erst gegen 17:00 Uhr von der Straßenräumung zurückgekehrt sind, nicht möglich.
06.05.1945 Einsetzung eines neuen Bürgermeister, den Ostpreußen Emil Frost, durch Oberst Iwanoff
Große Teile der Roten Armee verließen die Stadt.
Major Tscherkassow wurde Militärkommandant. Daneben bestanden Kommandanturen für den Hafen und der Insel Dänholm.
07.05.1945 Brot konnte wieder entsprechend der Norm von 1500 Gramm pro Woche und Person ausgegeben werden, bisher waren es nur bis zu 750 Gramm.
Des weiteren gab es 2,5 kg Kartoffeln, 100 g Fleischzulage, 150 g Butter, 125 g Quark, 250 g Zucker und 250 g Sauerkraut. 
09.05.1945 Befehl Nr.1 [Dokumententext 4] und Befehl Nr.2 [Dokumententext 5] des Militärkommandanten der Stadt Stralsund wurde erlassen. 
10.05.1945 Bürgermeister Frost beklagte sich in einem Tagesbericht über viele Einbrüche und Plünderungen, die hauptsächlich nachts in den Vorstädten und Siedlungen stattfanden.
Es wurde eine Bekanntmachung herausgegeben. [Dokumententext 8]
11./12.05.1945 Die Menschen standen bis zu sieben Stunden in langen Schlangen vor den Bäckereien. 
13.05.1945 Die Heeresbestände an Verpflegung wurden aus der Prinz-Moritz-Kaserne vorwiegend durch Serben oder Jugoslawen geplündert.
14.05.1945 Das Wirtschaftsamt gab zur Versorgung der Bevölkerung 8000 Zentner Kartoffeln und 950 Tonnen Getreide frei.
Ab jetzt führen zwei Autos herum, um Milch heranzuholen. Zuerst waren es 200 Liter am Tag. Am 19.05.1945 bereits 2600 Liter. (Vor Mai 1945 wurden in der Molkerei 35.000 bis 40.000 Liter verarbeitet)
In der Nachtzeit wurde eine sowjetische Patrouille überfallen. Danach wurde ein Deutscher erschossen.
15.05.1945 Stralsund hat 76 903 Einwohner
Städtische Arbeitskräfte wurden ab diesem Tag in die Landwirtschaft in der Umgebung von Stralsund eingesetzt.
Am ersten Tag wurden 650 Arbeitskräfte vom Arbeitsamt aufgefordert wurden, davon kamen nur 276 Personen. 
17.05.1945 Major Budkow setzt Otto Kortüm wieder zum Bürgermeister ein. Stellvertreter werden Emil Frost und Hermann Salinger, als Richter Walter Picht, als Staatsanwalt Gerhard Juhl und als Chef der Polizei Hans Felski.
Franzburg-Barth wurde eigenes Verwaltungsgebiet. Bis dahin war der Bürgermeister von Stralsund auch Landrat. In dieser Funktion wurden auch die Gemeindevorsteher und Bürgermeister des Landkreises ernannt bzw. bestätigt.
Für die Landgemeinden des Stadtkreises: Voigdehagen, Devin, Andershof, Teschenhagen, Wendorf, Grünhufe, Grünthal und Freienlande wurden je ein Dorfältester und ein Polizist bestellt.
18.05.1945 Bekanntmachung zur Arbeitspflicht [Dokumententext 16]
22.05.1945 Ein Sonderbefehl für den Abmarsch der noch in Stralsund gebliebene Polen und andere Zwangsarbeiter wurde erlassen.
23.05.1945 Arbeitende erhielten täglich 400 g und Nichtarbeitende 200 g Brot.
Befehl Nr.3 des Militärkommandanten [Dokumententext 17]
24.05.1945 600 Tonnen Mehl wurden von der Mühle Schramm von den sowjetischen Truppen für die Versorgung von Berlin beschlagnahmt.
25.05.1945 Auf Anweisung des Ernährungsamtes eröffneten die ersten Gaststätten.
26.05.1945 Auf dem Hauptbahnhof und vor der Stadt Stralsund standen noch 10 Züge mit ca. 10000 Flüchtlingen.
27.05.1945 Es wurde Angeordnet, das Schneider und Schuster nur für die Zivilbevölkerung arbeiten sollten. 
Erstes Konzert im Stadttheater Stralsund unter Leitung des Kapellmeisters Blohm. Das Theater war überfüllt!
28.05.1945 Beratung über die feierliche Wiedereröffnung des Stadttheaters.
Spieltage sollten sein: Sonnabend, Sonntag und Montag.
Eintrittspreise: eine bis sieben Reichsmark, minderbemittelte um 50% ermäßigt.
29.05.1945 Abtransport von Flüchtlingen aus Stralsund: 500 Menschen mit der Eisenbahn und 1100 mit Schiffen.
30.05.1945 Brotabgabe an Flüchtlinge wurde in Stralsund eingestellt. Bisher erhielten sie 1500 Gramm Brot.
Besichtigung des Flüchtlingslager Alter Markt 14.
Trecks mit ca. 1000 Flüchtlinge auf den Straßen nach Demmin und Greifswald wurden zusammen gestellt.
930 Flüchtlinge wurden mit dem Schiff "Stolpmünde" abtransportiert.
Ein Zug mit Verwundeten ging nach Greifswald.
Von Rügen kamen neue Flüchtlinge, die in der Kaserne Andershof zum Abtransport gebracht wurden.
31.05.1945 Am Morgen Plünderung eines Lager für Marmeladen und Grundstoffe am Frankendamm durch Deutsche.
4035 Flüchtlinge wurden auf sieben Kähnen durch Schlepper nach Ueckermünde und Stettin abtransportiert.
Lebensmittelgeschäfte, die Waren auf Bezugscheine ausgaben, öffneten.
Anfang Juni 1945 20 Typhusfälle in Sommerfeld, weitere Typhusherde waren in Muuks und Steinhagen.
01.06.1945 Die Badeanstalt am Sund wurde eröffnet.
Am 12.07.1945 waren ca. 500 bis 600 Personen in der Badeanstalt.
02.06.1945 Feierliche Eröffnung des Stadttheaters Stralsund.
Programm siehe: [Dokumententext 14]
03.06.1945 Der Zustrom von Flüchtlingen nach Stralsund hält weiterhin stark zu.
Auf Kähnen wurden 1680 Flüchtlinge abtransportiert.
Neue Lebensmittelkarten traten in Stralsund in Kraft.
Normalverbraucher: täglich 200, monatlich 6000g Brot
Schwerarbeiter: täglich 400g Brot. 
05.06.1945 Mit der Eisenbahn wurden 200 Menschen und mit Schiffen weitere 1520 Flüchtlinge abtransportiert.
Das Flüchtlingslager im Haus am Sund wurde leer geräumt.
Auf Anordnung der Stadtverwaltung wurde der Karl-Kuhn-Weg in Demminer Weg umbenannt, später ist es der Krummer Weg. (Karl Kuhn gehörte zu den 16 Nationalsozialisten, die am 09.11.1923 beim Hitler-Putsch ums Leben kamen.)
07.06.1945 Bekanntgabe eines Beschluss der Verwaltung der Stadt Stralsund [Dokumententext 6].
09.06.1945 Zweiter Bunter Abend im Stadttheater Stralsund - wieder überfüllt!
10.06.1945 Insgesamt verließen Stralsund 52300 Flüchtlinge, davon 22700 auf dem Seeweg, 17600 mit der Eisenbahn und 12000 zu Fuß oder im Treck.
Das Flüchtlingskrankenhaus Jungfernstieg 2 sollte baldigst aufgelöst werden.
11.06.1945 Beschlagnahme des nationalsozialistischen Eigentum zugunsten der Stadt Stralsund.
12.06.1945 Das Flüchtlingskrankenhaus am Jungfernstieg 2 sollte aufgelöst werden. Eine mitbenutzte Schule wurde bereits geräumt.
19.06.1945 Die Zahl der Flüchtlinge ist auf 9627 angestiegen.
Die Flüchtlingsküche gab in einer Woche 2200 Mittagessen aus.
Sämtliche Flüchtlingsheime, Bahnanlagen und leerstehende Güterwagen sind mit Flüchtlingen aus Franzburg-Barth und Rügen vollgepfropft.
Gegen 19:00 Uhr meldeten sich Schwestern mit 51 Kleinkinder und neun Mütter mit Kleistkinder in Stralsund. Sie wurden aus Bergen ausgewiesen.
5000 Flüchtlinge aus der Gegend von Sellin befinden sich auf dem Marsch zum Rügendamm.
Beginn mit der Demotage von Betrieben, die für die deutsche Wehrmacht gearbeitet hatten: Krögerwerft Stralsund, Werft Dornquast, Pommerische Eisengießerei C.A. Beug, Firma Weber, Firma Otto Wilhelm und und ......
21.06.1945 Bekanntgabe einer Verfügung der Verwaltung der Stadt Stralsund [Dokumententext 7]. 
23.06.1945 Eröffnung des ersten Jugendheims, Leiter war H.Tröster.
25.06.1945 25000 Flüchtlinge waren in den Zügen und Unterkunftsräumen um den Bahnhof und in städtische Flüchtlingsunterkünfte.
Es wurden rückströmende Flüchtlinge aus den Oder-Gebieten erwartet. Diese sollten in Baracken Voigdehagen, Kaserne Schwedenschanze und Andershof sowie in den Baracken am Rügendamm und auf dem Dänholm untergebracht werden.
Es stand aber keine Verpflegung zu Verfügung.
26.06.1945 Bis zum Datum wurden 2896 Durchlaßscheine  für die Insel Rügen ausgestellt.
2300 Flüchtlinge waren in Lagern und 3000 auf dem Bahnhof untergebracht. Es waren sehr viele Kinder unter ihnen.
Arbeitsfähige Flüchtlinge konnten in den Kreisen Franzburg-Barth und Rügen weitergeleitet werden. Sie wurden als Arbeitskräfte für die Landwirtschaft benötigt.
Beschlagnahme der Lichtspieltheater zugunsten der Stadt.
Der Rügendamm wurde zur Abwanderung der Flüchtlinge freigegeben.
Ende Juni 3000 Frauen der Stadt waren in der Landwirtschaft zum arbeiten eingesetzt.
Das Finanzamt Stralsund hatte im zweiten Vierteljahr 1945 ein Steuersoll von nur 647.055 Reichsmark (siehe auch 31.03.1945). 
Die Milchversorgung reichte kaum für die Krankenhäuser und Kleinkinder. 
Das Gesundheitsamt hatte 3755 Untersuchungen vorgenommen. Darunter 2883 Flüchtlinge auf Transportfähigkeit, 683 Personen auf Arbeitsfähigkeit, 12 Personen auf Haftfähigkeit.
Die Krankenhäuser der Marine und des Heeres mit 1297 Betten gingen in städtischen Besitz .
Drei Kindergärten waren eingerichtet.
10.07.1945 Die Unterbringung von Flüchtlingen in den Kasernen wurde durch den Kommandanten nicht genehmigt.
Zahlreiche Erkrankungen unter den Flüchtlingen. Täglich sterben etwa 12 Kinder.
Juli Schwere Typhusfälle im Raum nördlich von Prohn.
Weiterhin gab es Übergriffe einzelner Rotarmisten, zurückgebliebener Polen, herumstreifender Leute und auch von Flüchtlingen. Z.B.:
In Altenpleen erschossen sowjetische Soldaten 15 Muttersauen.
In Bisdorf nahm ein Russe einen Landarbeiter die einzige Kuh, erschoss sie und schaffte sie fort.
02.07.1945 Versammlungen des Block der Antifaschisten im Löwenschen Saal, im Unionstheater und in den Kammerspielen.
06.07.1945 Verfügung des Oberbürgermeister zur Sicherung der Ernte [Dokumenttext 12].
Es meldeten sich nur sieben Männer.
Die erste Hauptverhandlung wurde durch das Gericht eröffnet.
Verhandlung in der Kommandantur über die Kinos.
Sonnabend und Sonntag sollte im Unionstheater russische Filme gezeigt werden, deutsche Filme sollten siebe Tage laufen. Reservierte Plätze für die Kommandantur und der Verwaltung wurde festgelegt. Die Leitung des Union- und des Kammerlichtspiels wurde in einer Hand gegeben. 
09.07.1945 Der Telefonverkehr im Ortsnetz war wieder möglich.
Die "Demokratische Partei" gab ihre Anmeldung in Stralsund ab.
10.07.1945 Die Kerzenfabrikation begann wieder.
Das Märkische Elektrizitätswerk Stralsund musste stillgelegt werden. Die Stromerzeugung erfolgte nun durch die Zuckerfabrik. Diese besaß zwei Maschinen mit einer Leistung von 800 und 2300 Kilowatt.
Mit der Entfernung der Splittergräben auf dem "Neuen Markt" wurde begonnen.
13.07.1945 Neuer Kommandant: Oberst Sidorow
Die Demontage der Krögerwerft ist erfolgt.
14.07.1945 Die Landesverwaltung legte für die Ernte fest, dass alle Güter über 100 ha der öffentlichen Hand unterstand. Die Besitzer konnten Betriebsführer bleiben, wenn sie geeignet waren.
15.07.1945 Erste Mitgliederversammlung der SPD in Stralsund.
19.07.1945 400 Flüchtlinge konnten nach Rügen weiterziehen, nach dem sie bereits vier Tage vor der Sperre standen.
150 Personen lagen in der Seuchenabteilung von Stralsund mit Typhus.
In Franzburg brach auch der Typhus aus.
Erstes Kammerkonzert im Stadttheater Stralsund.
21.07.1945 Weitere 500 Flüchtlinge mit Schiffen nach Rügen.
22.07.1945 Im Stadttheater fand eine Veranstaltung des antifaschistischen Blocks für die Opfer des Faschismus statt.
23.07.1945 Das Elektrizitätswerk Stralsund fing wieder an Strom zu erzeugen. 
26.07.1945 1000 Flüchtlinge sind nach Breege abtransportiert worden.
27.07.1945 Das Gericht erhielt den Auftrag, gestohlene Holzmengen zu beschlagnahmen und dies an Familien ohne Holz zu verkaufen.
28.07.1945 Die Stadtbank Stralsund eröffnete auf Antrag vom 14.07.1945 in den Räumen der Sparkasse. Sie hatte von Montag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr offen.
Alle Unternehmer und Handeltreibende und Handelsorganisationen hatten ihre Tageseinnahmen täglich einzuzahlen. Sie hatten aber kein Recht über ihr Konto zur Verrechnung und Abdeckung der Betriebskosten frei zu verfügen.
29.07.1945 Befehl der Kommandantur zur Entlassung aller Beamten und Angestellten der städtischen Verwaltung, die Mitglied der NSDAP waren. 
Ausnahmen konnten nur durch die Leitung des Antifaschistischen Blockes  erfolgen. Dies musste dann durch den Präsidenten der Landesverwaltung entschieden werden.
600 Flüchtlinge sind mit einem Dampfer aus Stettin in Stralsund angekommen. Diese wurden zu größten Teil in den umliegende Kreise weitergeleitet.
30.07.1945 Anordnung des Bürgermeisters zum Befehl des Obersten Chef der Sowjetischen Militärischen Administration in Deutschland zur Abgabe von Wertsachen. [Dokumententext 9]
August 1945 Finanzamt wurde aufgelöst und die Aufgaben der Abteilung Steuer beim Finanzausschuss übertragen.
01.08.1945 Die Kinos in Stralsund wurden geschlossen, bis eine laufende Belieferung von Filmen möglich war. Russische Filme konnten aber jederzeit gespielt werden.
02.08.1945 Ein beschränkter Postdienst nach allen Orten der russischen Beatzungszone wurde aufgenommen.
09.08. - 17.08.1945 2500 Typhusfälle und 2100 Diphtherieerkrankungen wurden im Bezirk Stralsund neu gemeldet. Der Bezirk Stralsund umfasste die Kreise Stralsund, Fanzburg-Barth, Rügen, Grimmen, Greifswald und Usedom. Leitender Arzt zur Bekämpfung dieser Erkrankungen war Prof. Walter
13.08.1945 Die Sparkasse Stralsund öffnete am Alten Markt 8. [Dokumententext 10]
Einige Gebäude auf den Dänholm wurden durch den Militärkommandant für eine Quarantänestation für Rügen freigegeben.
Fertigstellung einer neuen Typhusbaracke.
14.08.1945 Das Theater wurde für vier Wochen geschlossen. Es mussten Reparaturarbeiten im Erdgeschoß durchgeführt werden.
15.08.1945 Neustrukturierung der Polizei: Kriminal- und politische Polizei mit einem Leiter und fünf Mann, Polizeirevier I einem Leiter und 42 Mann,
Polizeirevier II einem Leiter und 30 Mann sowie 20 Frauen als Verkehrspolizisten.
Ein Dampfer aus Danzig lud 300 Flüchtlinge am Rügendamm ohne Genehmigung ab.
17.08.1945 Im Krankenhaus Stralsund lagen 473 Typhuskranke, darunter 278 aus dem Landkreis.
Mitte August Die Landesverwaltung in Schwerin ordnete den Transport von 7 bis 8 Tausend Flüchtlinge nach Rügen an. Diese wurden auf den ehemaligen Fliegerhorst Bug untergebracht. Stralsund musste die Typhuskranke aus dem südlichen Teil Rügens aufnehmen.
19.08.1945 Hotels durften für den allgemeinen Verkehr wieder geöffnet werden.
01.09.1945 Der Militärkommandant Oberst Sidorow  veränderte per Befehl die Stadtverwaltung.
Oberbürgermeister Otto Kortüm wurde durch Emil Frost ersetzt (bereits am 27.08.1945 erfolgt) und der Staatsanwalt wurde auch neu besetzt [Dokumententext 11]
Oktober 1945 Bodenreform in Prohn
01.10.1945 Eröffnung der Schulen in Stralsund. [Dokumententext 13]
05.10.1945 Der Rügendamm wurde für den Straßenverkehr freigegeben.
07.10.1945 Es wurden Schrebergartenparzellen zu je 400 m² an Stralsunder Bevölkerung verpachtet.
So entstanden die Gartensparten "Heilanstalt", "Grünhufe" und "Grünthal".
23.10.1945 Wiedereröffnung der Stadtbibliothek

zum Teil 1

© 2006 / 2007 Peter Kieschnick